Was passiert wenn ein Kind zu viel am Handy ist?

Die Auswirkungen können drastisch sein. Bei den Zwei- bis Fünfjährigen konnten bei regelmäßiger Smartphone-Nutzung motorische Hyperaktivität, Konzentrations- und Sprachentwicklungsstörungen nachgewiesen werden. Fast 70 Prozent können sich nur noch weniger als zwei Stunden selbstständig beschäftigen.

Computersucht – Was Eltern tun können

  • Versuchen Sie als Elternteil „co-abhängiges“ Verhalten zu vermeiden. …
  • Legen Sie zusammen Medienzeiten fest. …
  • Führen Sie Belohnungen für Ihr Kind ein. …
  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, neue Hobbys und Freizeitbeschäftigungen zu finden.

Empfehlungen zu den täglichen Mediennutzungszeiten von Kindern

Bildschirmmedien (Fernsehen, Video, Computer, Spielekonsolen, Tablets, Smartphones)

Altersempfehlungen und empfohlene Zeitlimits:

Kinder unter 3 Jahren:

  • regelmäßig Bilderbücher anschauen und vorlesen (ab etwa 6 Monate)
  • Fernsehen: höchstens 30 Minuten (am besten gar nicht)

Im Alter von 3–6 Jahren:

  • Medienkonsum Fernsehen: höchstens 45 Minuten
  • Spielkonsolen, Computer, Smartphone: zusammen höchstens 30 Minuten

Im Alter von 6–9 Jahren:

Medienkonsum Fernsehen höchstens 60 Minuten
Medienkonsum Spielkonsole Smartphone: zusammen höchstens 30–45 Minuten

Im Alter von 9-12 Jahren:

  • Medienkonsum Fernsehen höchstens 90 Minuten
  • Medienkonsum Spielkonsole Smartphone: 60-max. 90 Minuten

Empfehlung: Damit andere Aktivitäten wie Bewegung, gemeinsame Familienzeiten und „klassische“ Spiele nicht zu kurz kommen, wird empfohlen, dass Kinder möglichst nicht täglich und dann nicht länger als die angegebenen Zeiten Bildschirmmedien wie Fernsehen, Computer, Spielekonsole wie auch Tablets und Smartphones nutzen. Bei den Mahlzeiten sollten Bildschirmmedien Pause haben. Während der Mahlzeiten und möglichst eine Stunde vor dem Schlafengehen heißt es am besten: Abschalten!

Ausnahmen dürfen sein

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Regeln, wie lange es täglich fernsehen, Videospiele spielen und Musik oder Hörgeschichten hören darf. Solche Regeln sind nötig, aber Sie sollten auch Ausnahmen einplanen – zum Beispiel für Regentage oder wenn es darum geht, ein neues Videospiel zu entdecken. Umgekehrt sollte es auch immer wieder „medienfreie Tage“ geben, an denen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind etwas unternehmen, einen Ausflug oder einen Besuch machen, nach draußen gehen, sich mit der ganzen Familie sportlich betätigen und vieles mehr.